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Neurologische Reha nach Schlaganfall auch von der Krankenkasse

So hatte sich der 40jährige Elektromeister seine Zukunft nicht vorgestellt. Trotz gesunder Lebensführung erlitt er einen schweren Schlaganfall und konnte auf einmal nicht mehr sprechen. Die Krankenkasse forderte ihn auf einen Antrag auf neurologische Reha bei der Deutschen Rentenversicherung zu stellen. Der von der Deutschen Rentenversicherung beauftragte Gutachter kam allerdings zu dem Ergebnis, dass Herr L. wegen der erheblichen Sprachstörungen und nach dem Schlaganfall nicht unüblichen Konzentrationsstörungen eine zeitlich befristete Rente wegen Erwerbsminderung bekommen sollte. Die Rentenversicherung war nun nicht mehr für den Antrag auf neurologische Reha zuständig. Herr L. wandte sich zusammen mit seiner Ehefrau an den SoVD. Die Geschäftsstellenleiterin Claudia Ostwald riet dazu einen Antrag auf neurologische Reha bei der Krankenkasse zu stellen, die in einem solchen Fall zuständig ist. Gerade nach einem Schlaganfall ist es wichtig die Probleme in Bewegungsabläufen, Konzentration und Sprache mit einer besonders hohen Frequenz an professionellen Übungen wie Ergotherapie, Krankengymnastik und Logopädie wieder einzuüben. Hierzu ist eine teilstationäre neurologische Reha in den meisten Fällen ein gut geeignetes Mittel um eine gesundheitliche Verbesserung zu erzielen. Oft können nur so die negativen Folgen des Schlaganfalls bestmöglich beseitigt werden. Die Krankenkasse lehnte den Antrag ab. Wieder wandte das Ehepaar sich an den SoVD. Es konnte doch nicht sein, dass ein intelligenter Mann sich aufgrund eines Schlaganfalls nur noch in Einwortsätzen verständlich machen konnte. Das sah Claudia Ostwald vom SoVD genauso und überzeugte die Krankenkasse im Widerspruchsverfahren davon, die Kosten für die neurologische Reha zu übernehmen. Den Antrag auf Verlängerung der Maßnahme lehnte die Krankenkasse mit der Begründung ab, dass weitere Erfolge nicht eintreten werden. Herr L. suchte diesmal allein den SoVD auf. Er konnte sich inzwischen mit einfachen Sätzen und „Händen und Füßen“ verständigen und war völlig zu Recht stinksauer. Die Geschäftstelleleiterin wertete die mitgebrachten Unterlagen der Ärzte aus und machte Herrn L. Mut noch einmal einen Widerspruch über den SoVD zu führen. Es war klar ersichtlich, dass Herr L. große Fortschritte gemacht hatte und die Therapeuten aufgrund des disziplinierten und hoch motivierten Patienten auch noch weitere gesundheitliche Verbesserungen erwarten konnten. Die Krankenkasse hat inzwischen auch die Kosten für die verlängerte teilstationäre Reha übernommen. Der SoVD wünscht Herrn L, dass er seine Sprache wieder zurückerlangt und trotz des erlittenen Schlaganfalls sein Leben in der Gemeinschaft weiter meistert.

Professionelle und individuelle Beratung in sozialrechtlichen Angelegenheiten erhalten Mitglieder beim SoVD-Beratungsteam.
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